Die Geschichte

Ziele im Leben..... !

Es hat alles im Jahr 1989 begonnen, als mir ein Vermögensberater die Tür zur Finanzdienstleitungs-Welt eröffnete.
Ich hätte auch die 30 Empfehlungsnamen abgeben können und wäre weiterhin meinem Schlosserberuf treu geblieben,
aber nein, ich wollte ja unbedingt nebenher noch Geld verdienen........
Geld verdienen war immer das Thema, nebenher, zwischendurch, ohne meinen Beruf zu verlassen, um das Leben einfacher zu gestalten.
Aber warum?
Ganz klar, ich hatte keinen finanziellen Start vom Elternhaus, nicht Reich geboren, eine einfache Ausbildung mit kleinem Lehrgehalt,
auch hatte ich es versäumt, reich zu heiraten.
Gerade mal geschafft, eine Familie zu gründen, kam die erste Niederlage, eine Wirtschaftlich bedingte Kündigung meines Arbeitgebers.
Aber das können die doch nicht einfach so machen, immerhin war meine Tochter unterwegs, die Geburt stand bevor!
Zum Glück hatte ich ja noch meinen Nebenjob in der Finanzdienstleistung, muss ich halt dort Gas geben.
Dieser Job stand allerdings im leichten Zweifel, da mein Vater in der Versicherungsbranche Jahrzente erfolgreich war,
wäre es ja sinnvoller, mit ihm zusammen zu arbeiten.
Somit wechselte ich zu einer großen Versicherungsgesellschaft, jedoch nutze mein Vater diese Chance, um dort aus zu steigen.
Er widmete sich seinem eigentlichen Beruf und Hobby und übergab mir die Agentur.
Wirtschaftlich habe ich alles geprüft?! Wirklich ? Oder stand das viele Geld im Vordergrund!
Also schnell noch zu irgendwelchen Aufbauseminaren irgendwo in Stuttgart, bevor das Kind die grosse Welt erblickt.

Das sollte ja kein Problem werden, das Versicherungsdeutsch zu lernen, in 6 Wochen, haben ja andere auch geschafft!
Überstanden hatten es von 35 Teilnehmer, ca 3, ich bin als einzigster jedoch heute noch in der Branche.
O.K., jetzt bin ich ganz tief in der Matherie drin, bin Selbständig, mein Eigener Herr mit eigenen Spielregeln.
Das ganze bei freier Zeiteinteilung und selbst steuerbarem Einkommen, zugegeben, soviel hatten meine Bekannten und Freunde damals nicht verdient.
Natürlich muss jetzt auch ein Haus und ein neues Auto bei, ich muss ja an die Steuerzahlungen denken.

Fazit:
Hohes Einkommen = Hohe Steuervorauszahlung
aber auch
Hohes Einkommen = Hohe Ausgaben (konnte ja keiner vorher wissen)
Auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich bei folgenden Personen bedanken, die mir geholfen haben, mein Geld zu veröffentlichen:
Meinem damaligen Steuerberater, mein damaliger Organistionsleiter der Versicherungsgesellschaft, meine damalige Hausbank, dem Audihändler,
den Reisebüros, den Versandhäusern, meinen besten Freunden und nicht zu vergessen, alle die immer gerne zu uns auf Partys kamen.

Meine Erfolgsstory in 1995 war somit kurz und bündig.
Eine Scheidung, Verkauf des Eigentum und Umzug in mein kleines Zimmer bei den Eltern.
Zuvor jedoch stand ich erneut im Zweifel, macht das Arbeiten als Ausschließlichkeitsvertreter Sinn?
Die Schwester eines Bekannten überzeugte mich, mein Arbeitsumfeld zu erweitern, also wurde ich Versicherungsmakler.

Mal ebenso geht das natürlich nicht. Alle Kunden anrufen, alles erklären, alles Neu berechnen, alles umdecken, usw....

In der damaligen Zeit war das Thema Email und Sozial Network eher Zweitrangig.
Ein Computer war damals auch keine Hochleistungsmaschine, die mir meine Arbeit erleichtern hätte können.
Die Eine denkt, der Andere arbeitet, also fuhr ich mal wieder zu den Kunden und versuchte meine neue Dienstleistung an den Mann/Fau zu bringen.
Ich musste ja eigentlich nur die gleiche Leistung zu einem weit günstigerem Beitrag erklären, das bekam ich locker hin.
Aber wie sieht das nochmal mit der Provision aus ?
Weniger Beitrag = weniger Provision geteilt durch 2 (die Kollegin wollte ja auch etwas verdienen)

Bevor es zu Streitereien gekommen wäre, habe ich mich entschieden, den Alleingang wieder zu bestreiten.
Jetzt erst bemerkte ich die maximale Kapazität meines damaligen Computer und die Menge an damaligen Versicherungsunternehmen.
Alle sind natürlich die BESTEN und wollen, dass ich deren Produkte aus deren Bauchläden, verkaufe.

Aber was bleibt da für mich, wie soll ich meinen Lebensunterhalt und den Unterhalt meiner geschiedenen Familie bezahlen.
Die damaligen freundlichen Bankberater hielten sich sehr zurück, Hilfe konnte ich keine erwarten.

Aber kommen wir zurück, also zum Rückzug ins ehemalige Kinderzimmer bei Muttern.

Von dort aus, im geteilten Privatbüro meines Vaters, steuerte ich alles wieder neu an, Neuer Kurs.
Aber es lief einfach nicht rund.
Nach der Scheidung und neuer beruflicher Partnerschaft, erfolgte die nächste Niederlage, eben diese Partnerschaft.
Nach einer komplizierten Knie OP, hatte ich einen Totalausfall.
Die Kosten meiner Selbständigkeit waren nicht mehr zu stemmen.
Bewerbungen mussten herbei, aber in welches Berufsbild soll ich gehen.
Mit mehreren Bandscheibenvorfällen, war mein alter Beruf nicht der Richtige.
Versuche ich es mal mit Autoverkäufer, kann ja nicht so schwer sein. War es auch nicht, wäre da nicht ein Kolleriker Namens Chef gewesen.
Da ich nun schon eine Weile Selbständig war, fiel mir die Unterwerfung sehr schwer.
Nach einer Eskalation mit dem Chef, trennten wir uns, Kommentarlos !
Ich heuerte bei meinem Ersten Arbeitgeber an und bekam die Stelle als Produktverkäufer.
Als man mir dort auch wieder Vorschriften machte und mich beim Kunden blos stellte, erfolgte die nächste Trennung
Wie hält man das nur aus ? Ganz einfach, ich hatte das Glück meines Lebens, ich traf meine heutige Ehefrau.

Ihr Profil:
Etwa gleich Alt wie ich, etwa die gleichen Niederlagen erlitten, Verständnisvoll, Einfach einfach, Zielstrebig, nicht abhängig von anderen......................
Durch sie erlernte ich, mit all meinen Niederlagen um zu gehen. Was es heisst, unterstützt zu werden.
Das Geld nichts, oder nicht alles bedeutet, Ehrlichkeit und Vertrauen genauso wichtig sind, wie Liebe und Zusammenhalt.
Trotz aller Probleme und Niederlagen war ich wieder gut drauf.
Das wurde wohl von irgend jemandem erhört, denn ich erhielt einen Zufallsanruf.

Eine Führungskraft eines großen Versicherungsunternehmens sprach zufälligerweise mit mir, allerdings eigentlich über ein anderes Thema.
Schnell fand er heraus, wer ich bin und was ich im eigentlichen Sinne beruflich so treibe
Dann ging alles recht schnell, Einladung zum Berufsinformationsgespräch, Vorstellung des Unternehmens, Klärung der Finanzen.

Es ging wieder Bergauf..............................